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Aufbau der Arbeit

Dieser Abschnitt stellt einen Vorschlag dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wissenschaftliches Arbeiten (und dies erfolgt in einer Projektarbeit/Master-Thesis) unterliegt wie in der industriellen Produktion den Gesetzmäßigkeiten des Rationellen und Wirtschaftlichen. Daher sollte sich die Arbeit an

folgenden drei Grundfragen orientieren:

     

  1. Wissenschaftliche Fragestellung: Was will ich (Ziel der Arbeit)?
  2. Wie erreiche ich es (Material, Methode, Durchführung)?
  3. Habe ich es erreicht (Ergebnis, Diskussion, Schlussfolgerung mit Zukunftsaspekten)?

Gliederung

Die Arbeit sollte klar und übersichtlich gegliedert sein (1., 2., 2.1, 2.2, …, 3. …). Die Nummerierung der einzelnen Kapitel beginnt mit der Einleitung (1.) und endet mit der Zusammenfassung. Das Literaturverzeichnis ist kein Punkt der Gliederung.
Das Inhaltsverzeichnis enthält Seitenangaben der entsprechenden Punkte und Unterpunkte (einen Unterpunkt allein gibt es nicht).

Inhalt

Executive Summary/Zusammenfassung

Diese wird als Punkt 0 vor die Einleitung gesetzt. Der Leser muss einen Überblick über die wissenschaftliche Fragestellung, Ziel, Durchführung und Ergebnis der Arbeit erhalten. Sie soll kurz (max. 1 Seite), prägnant und frei von komplizierter Ausdrucksweise sein.

 

Inhaltsverzeichnis

Die Gliederung des Inhaltsverzeichnisses muss normgerecht nach dem Dezimalsystem erfolgen. Hinter der letzten Ziffer steht kein Punkt, also 1, 1.1, 1.1.1, 1.1.2 usw. Mehr als vier Unterteilungen (also 4.5.2.1) sind nicht erwünscht.

Beachten Sie: Bei einer Untergliederung muss es immer mindestens zwei Unterpunkte geben. Ein 2.1 allein gibt es somit nicht. Dies wäre einfach einer neuer Absatz unter 2.

 

Einleitung

Die Einleitung enthält in kurzer Form alle wesentlichen zum Verständnis des Themas hinführende Gedankengänge, also die Problemstellung. Hier können auch Belege anhand der aktuellen Literatur, aktueller Erhebungen, Statistiken

etc., die Auskunft über die Relevanz des Themas geben, gebracht werden. Nach der Problembeschreibung wird die wissenschaftliche Fragestellung festgelegt. Diese muss als Frage formuliert am Ende ein Fragezeichen

haben. Aus dieser Fragestellung lassen sich dann das Ziel der Arbeit (Mit dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, …), und der Titel der Arbeit ableiten. Damit soll die Problemstellung auch begründet und das Thema abgegrenzt werden. Zum Abschluss der Einleitung folgt die inhaltliche Struktur bzw. der Aufbau der Arbeit (alles unter 1. Einleitung).

 

State of the Art, Beschreibung der Ausgangssituation

In diesem Kapitel beschreiben Sie die Ausgangssituation und was andere Autoren schon dazu veröffentlicht haben bzw. was in Regelwerken schon niedergelegt ist. Beschreibung des State of the Art. Das (Daten-)Material für die Untersuchung wird beschrieben und erforderlichenfalls kritisch gewürdigt. Im Wesentlichen wird dafür folgendes Material zugrunde gelegt:

     

  1. Schrifttum, das zu sammeln und auf die Problemstellung hin auszuwerten ist
  2. gegenständliches Material, z.B. Betriebspläne, Datenträger, Prozessbeschreibungen, Arbeitsplatzbeschreibungen,
    Betriebsanweisungen
  3. zu untersuchender Personenkreis

 

Randbedingungen für die Arbeit, Methodik

Die Randbedingungen werden aufgeführt. Des Weiteren werden die Möglichkeiten des methodischen Vorgehens beschrieben und kritisch gewürdigt. Anschließend wird entschieden, welche Methode für die eigene Untersuchung benutzt wird. Dies ist auch zu begründen.

 

Durchführung

Die praktische Durchführung der Erhebung oder der Vorgehensweise wird beschrieben, z.B. Art der statistischen Vorgehensweise, Zuordnung von Merkmalen, benutzte Materialien, Schwierigkeiten, Annahmen usw. Am Ende

dieses Schrittes steht dann eine genaue Beschreibung des Endergebnisses ggfs. auch mit einer grafischen Darstellung.

Diskussion

Das Ergebnis sollte verifiziert werden. Dazu ist das erlangte Ergebnis zu diskutieren und kritisch zu würdigen. Ggfs. ist ein Vergleich mit den Ergebnissen anderer Autoren wichtig (Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Gründe dafür).

Besonderheiten des Ergebnisses, Genauigkeit und Fehlerbetrachtung, u.U. auf prüfstatistischem Wege. Darstellung der gesicherten Aussagen und der offenen Fragen.

 

Schlussfolgerungen/Ausblick

Prägnante Zusammenfassung der Schlussfolgerungen aus Ihrer Arbeit und Empfehlungen für die weitere Arbeit, Entwicklung und/oder Forschung. Die Schlussfolgerung sollte mit Zukunftsaspekten enden.

Literaturverzeichnis (ohne Nummerierung)

     

  • Alphabetische Reihung der gesamten verwendeten Literatur.
  • Keine Unterscheidung nach Art der Literatur.

 

Abbildungsverzeichnis/Tabellenverzeichnis

(nach dem Literaturverzeichnis ohne Nummerierung)

     

  • Genaue Bezeichnung des Inhalts, der Quelle sowie durchnummerierte Anordnung im Textverlauf. Dies kann aber auch nach Kapiteln aufgeteilt werden, also Abb. 4.1, Abb. 4.2 usw.
  • Abbildungsverzeichnis/Tabellenverzeichnis erstellen.
  • Selbst erstellte Abbildungen oder Grafiken sollten so viel Information besitzen, dass sie sich möglichst selbst erklären
  • Quellenangaben bei den Abbildungen/Tabellen nicht vergessen

 

Abkürzungsverzeichnis (ohne Nummerierung)

Dem Abbildungsverzeichnis folgt erforderlichenfalls ein Verzeichnis der Abkürzungen und Formelzeichen. Andernfalls sind Abkürzungen und Formelzeichen im Text zu erklären.

 

Anhang (ohne Nummerierung, außer Anhang 1 , Anhang 2, …)

Er enthält alles, was zu umfangreich für den Hauptteil, aber doch so wichtig ist, dass es auf jeden Fall mit in die Arbeit muss (z. B. der verwendete Fragebogen, die Hausordnung udgl.). Wenn der Anhang sehr umfangreich ist,

dann sollte man ggfs. ein eigenes Verzeichnis zur Übersicht davor setzen.