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Eine kurze Motivation
Welche Bedeutung Software für uns hat nehmen wir meist nur wahr, wenn sie entweder nicht funktioniert oder wenn große Softwareprojekte im Scheitern begriffen sind. Toll-Collect, die Gesundheitskarte oder das FISCUS-Projekt haben gelehrt, wie schnell Millionenschäden entstehen können. Eine Studie beziffert den jährlichen Schaden durch fehlerhafte Software und schlechte Softwareentwicklung auf 1840 Milliarden US-Dollar. Darin nicht berücksichtigt sind Personenschäden, Todesfälle und Gefährdungen durch fehlgesteuerte Massenvernichtungswaffen.
So ist es nicht verwunderlich, dass in der Septemberausgabe des Scientific American (S. 86f) geschrieben wurde:
"Despite 50years of progress, the software industry remains years - perhaps decades - short of the mature engineering discipline needed to meet the demands of an information-age society".
Analysiert man die Ursachen für fehlerhafte Software und erfolglose Projekte, so leiten sich viele Disziplinen des Softwareengineerings ab:
- Riskmanagement
- Prozessorientierte Entwicklung
- Komponentenorientierte Entwicklung
- Konfigurations- und Versionsmanagement
- Werkzeuge für die Softwareentwicklung
- Testmanagement
- Requirementsmanagement
- Projektmanagement
- Technologien zum Speichern, Verteilen und Anzeigen von Daten
- Softwarearchitekturen
- Implementierung/Kodierung
